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Samstag, 9. Oktober 2010

Die Tage dazwischen - Teil 1

Konnichiwa (Guten Tag) aus Tokio!

Nun sind schon wieder ein paar Tage vergangen, seit ich aus dem Camp zurück bin, und ich muss sagen, dass ich an den ersten zwei Abende das Camp vermisst habe. Hier in meinem Hotelzimmer ist es so ruhig und ich konnte eben mit keinem reden, doch das hat sich ja schnell wieder gelegt. Nun freue ich mich darüber, dass ich ausschlafen kann und dass ich ein wenig Zeit habe mir Japan noch genauer anzuschauen.

Somit kenne ich von Tokio schon fast alle Ecken und die letzten Sachen werde ich mir auch noch anschauen. Gleich am ersten Tag in Tokio bin ich in den Norden von Tokio gegangen und dort habe ich den Kanda-Myojin-Schrein, den Ameyoko-Markt, den Senso-ji-Tempel (in der Nähe von Asakusa) und das Tokio National Museum besichtigt. Ich bin natürlich zu allem gelaufen und nun habe ich die Bescherung. Wieder eine Blase am kleinen Zeh, aber egal. Ich laufe weiter. ^^

Am zweiten Tag bin ich dann mal in den Westen von Tokio gefahren. Dort war ich dann hauptsächlich im Shibuya-Bezirk und im Harajuku-Bezirk. Ich war mal wieder richtig shoppen, aber ich musste auch. Denn jetzt nach über einen Monat, in dem ich nur sieben T-Shirt habe und die ich immer abwechselnd getragen habe, brauchte ich nun mal wieder neue Sachen. Also gab es zwei T-Shirts und ein Longshirt. Generell habe ich jetzt in den letzten Tagen schon wieder viel eingekauft, aber Tokio verleitet einen auch dazu. Tokio ist einfach eine Einkaufsstadt. Überall gibt es Läden und ich bin nicht stark genug um zu widerstehen. ;)



Daher war es auch gut, dass ich gestern nach Kamakura gefahren bin. Der Weg dorthin ist einfach und auch relativ kurz. Eine Stunde entfernt mit der JR Bahn. Also eigentlich nur einen Katzensprung entfernt. In Kamakura selber gibt es sehr viele Tempel und Schreine, die man nicht alle an einem Tag schaffen kann. Deswegen habe ich mir nur zwei Tempel und einen Schrein angeschaut, doch ich habe nicht die Hauptattraktion von Kamakura vergessen. Die riesige Statur von einem sitzenden Buddha. Diese könnte ihr auf dem Bild sehen. Wie man sehen kann, sie ist groß, aber nicht riesig. Trotzdem hat es sich gelohnt sie zu besuchen.

Das spannendste Erlebnis an diesem Tag hatte ich bei meinem Mittagessen. Nach den zwei Tempel und den einem Schrein hatte ich Hunger bekommen und somit hatte ich mir als Vorspeise ein großes Ananasstück am Stiel gekauft. Als Gag hat sich die Verkäuferin einfallen lassen, dass sie mit jedem Kunden Schere-Stein-Papier spielt und wenn der Kunde gewinnt, bekommt dieser zwei Ananasstücken. Bis dahin hatte ich noch Glück. Ich war in Richtung Meer unterwegs und habe mir als Hauptgang leckeres preiswertes Sushi geholt. Dann als Nachtisch habe ich mir noch ein Eis im Supermarkt geholt. Dieser lag kurz vor dem Meer. Ich war genüsslich am Eis essen - an diesem Tag schien die Sonne ununterbrochen und es war sehr heiß - und schaute auf das Meer von der Promenade aus, als ich überfallen wurde! Attackiert von schräg oben. SO ein blöder Vogel stürzt sich hinterrücks auf mein Eis, das ich in der Hand hielt. Natürlich habe ich es sofort fallen gelassen. Damit war mein Eis futsch und was mir bleibt sind nur ein paar Kratzer als Andenken. Die Kratzer haben auch richtig geblutet. Das war eben nicht so eine blöde Möwe, die mich angegriffen hat. Nein, das war entweder eine blöder Falke oder so eine blöde Krähe. Auf jeden Fall war es ein Riesenviech und blöd natürlich! ;)
Ich trauere immer noch meinen Eis nach. *eine Schweigeminute einlegen*
Naja, ich habe trotzdem noch ein Foto von dem schönen Meer geschossen.

Ich hoffe, in den nächsten Tagen kann ich dieses "schmerzliche" Erlebnis vergessen. Euch wünsche ich noch ein schönes Wochenende und ich würde mich freuen, wenn wir voneinander hören würden.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Nadine!
Das mit dem Eis ist ja wirklich ärgerlich. Ich weiß zwar nicht genau, wie Eis in Japan ist -- aber sicher nicht in Mausform. So wird es bestimmt kein Falke gewesen sein, der Dir Deine Beute abjagen wollte.
Dein Vater ist schon ganz verzweifelt, denn jetzt muss ER alle Hausarbeit machen, die sonst Du erledigt hast.
Ich habe jetzt meinen Reiseführer zurück, besten Dank.
Du hast Dir ja wirklich eine Heidenarbeit aufgeladen, wenn Du jetzt wieder ins Camp fährst.
Wir wünschen Dir weiterhin gute Tage, keine weiteren kratzer oder blaue Flecke.
Viele liebe Grüße von Oma und Opa.

Anonym hat gesagt…

Oh man das mit dem Vogel liest sich ja echt gemein O.o! Das erinnert mich an mein Erlebnis mit einer Krähe, die auch meinte mich aus dem Nichts attackieren zu müssen -.- . Du tust mir leid, da saß bestimmt auch der Schock tief =(. Gemeine Vögel gibt es eben nicht nur in Deutschland^^. Ich würde gerne mal mehr Landschafts- und Naturaufnahmen sehen, wenn das ginge. Ich bin doch ein Kulturbanause^^.

Sunny^^