Ich bin gestern aus der Wildnis wieder zurückgekommen und werde nun eine Woche in Tokio verbringen, bevor es wieder zurückgeht hinter die sieben Berge.
Mir geht es bestens und das Camp selber war auch sehr gut. Wir mussten fast jeden Tag früh aufstehen. Um Klartext zu reden ich musste mehrere Tage hintereinander um 4.30Uhr aufstehen. Also das war das Schlimmste an diesem Camp. Um 6 Uhr fing meist die Arbeit an. So mussten wir meistens sechs Stunden arbeiten, doch dann gab es schon Mittag und danach hatte wir Freizeit.
Unsere Arbeit bestand darin den lokalen Farmern bei ihrer Arbeit zu helfen. Also durfte ich Reis, Buchweizen und Bohnen per Hand ernten oder das Gras mit einem Trimmer zu schneiden. Ich habe mal ein Foto von mir mit dem "Trimmer" hereingestellt und ich glaube, man kann sehen, dass dieses Gerät ziemlich gefährlich ist. Die Arbeiten selber waren doch ganz schön anstrengend und alle haben den Rücken ziemlich beansprucht. Wir haben meistens in Dreier-Teams gearbeitet.
Wir waren insgesamt neun Workcamper. Fünf Leute einschließlich ich waren internationale Camper und vier waren japanische Camper. Auf den Foto könnt ihr alle sehen. Von links nach rechts sind das Blake, Steve, Ich, Monica, Ono-Chan, Elisa, Tsukky, Akkun und Daniel. Elisa war unsere Teamleiterin. Sie, Blake und Monica werde ich in meinem nächsten Camp wieder treffen. Darauf freue ich mich schon. Wir waren wohl eine ziemlich lustige Gruppe und somit hatte ich in meiner Freizeit mit ihnen viel Spaß.
Wir hatte drei freie Tage. Regulär eigentlich nur zwei, doch am dritten Tag sind wir nach Fukushima Stadt gefahren und haben dort mit ein paar wichtigen Leuten, so auch den Gouverneur von Fukushima Präfektur, geredet. Danach sind wir nur noch an einen See gefahren, der hier im Hintergrund auf unserem Gruppenfoto zu sehen ist, gefahren. Damit war es also auch ein freier Tag. An den anderen freien Tagen sind wir einmal in einem Naturschutzgebiet gewesen und sind dort ein wenig herumgewandert mit kundiger Führung und zum anderen haben wir uns das Dorf Ouchi-juku angeschaut. Das waren zwei wirklich schöne Orte.
Die Umgebung des Ortes wunderschön. Viele Reisfelder und andere Felder, viele Flüsse und wunderschöne grüne Berge. Vielleicht hat ja einer von euch den Anime-Film "Prinzessin Mononoke" gesehen. In diesem Film haben sie versucht die Landschaft zu kopieren. Also einfach nur traumhaft hier.
Natürlich hatten wir jeden Tag Kontakt zu den einheimischen Leuten. Daher kann ich nur sagen, dass sie sehr freundlich und fürsorglich waren. Wir wurden eigentlich jeden Tag von unseren "Arbeitgeber" umsorgt. Wir haben immer etwas zu essen und zu trinken bekommen. Des Weiteren hatten wir eine Feier mit den Farmern der Umgebung und einmal wurden wir von einem Farmer auch auf ein Abendessen bei ihm Zuhause eingeladen.
Hier habe ich dann auch ein spürbares Erdbeben miterlebt. Naja, es war halb so schlimm, aber ein wenig mulmig war mir schon zumute.
Nun kenne ich auch japanische Trinkspiele, die ich euch dann auch beibringen kann, wenn ich wieder zurück bin. Auch habe ich jetzt ein paar mehr Spezialitäten von Japan kennengelernt und ich kann sagen, dass mir fast alles geschmeckt hat.
Natürlich könnte ich stundenlang weiter so machen, doch ich möchte eure kostbare Zeit ja nicht ewig in Anspruch nehmen. Daher könnt ihr mich einfach ausfragen nach den Sachen, die euch interessieren. Ich freue mich darauf euch zu antworten.
Auch Kommentare sind erlaubt.
Fortsetzung folgt...

4 Kommentare:
Liebe Nadine,
das klingt wirklich super. Wie hast du dich mit den Farmern verständigt? Hast du ein paar Worte Japanisch gelernt? Oder auf Englisch?
Viele Grüße aus der Karibik,
Dein Tantchen
Hallo Nadine,
habe gerade Deinen ausführlichen und sehr interessanten Bericht gelesen.
Wie bist Du sprachlich klargekommen?
Die grüne Landschaft ist auf dem Bild gut zu erkennen.
Bin gespannt auf Deinen nächsten Eintrag.
Liebe Grüße von Henri und T CH !!
Hallo miteinander!
Es ist schön, dass ihr meinen langen Eintrag gelesen habt. Darüber freue ich mich!^^
Also sprachlich ging es im Camp. Wir haben untereinander englisch gesprochen. Ich hatte sogar Glück, denn der Steve kommt aus der deutschsprachigen Schweiz und so konnte ich auch ein wenig deutsch sprechen.
Bei der Verständigung mit den Farmern haben/mussten uns die japanischen Campteilnehmer helfen. Die Teams waren immer so eingeteilt, dass wenigstens ein Japaner dabei war. Somit gab es in der Hinsicht keine Probleme.
Liebe Grüße
Hey Naddel,
es freut mich zu lesen, dass es dir dort so gut ging und du auch ein paar nette Kameraden kennengelernt hast. Bie mir tut sich gerade die Frage auf, ob du überhaupt Sushi isst xD?
Ich habe den Film "Prinzessin Mononoke" gesehen. Das war ein echt toller Film, aber ich erinnere mich nicht mehr wirklich an die Landschaft, sondern nur noch an die sprechenden Tiere^^.
Hast du eigentlich mal in China und in Japan auch Tiere gesehen und was ist mit Tiermärkten?
Liebe Grüße,
Sunny <3.
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