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Samstag, 30. Oktober 2010

Mein zweites Workcamp

Konnichiwa!



Heute bin ich schon wieder den zweiten Tag zurück in Tokio und ich kann sagen, dass mein zweites Workcamp wieder großartig war. Diesmal war unsere Gruppe viel kleiner und so teilten wir uns die Schule nur zu sechs. Auf den Bild könnt ihr die anderen fünf mal sehen. Von links nach rechts sind das: Elisa und Blake (die im letzten Workcamp waren), Fedor aus Russland, August aus Kroatien und Monica (die auch schon im letzten Workcamp mit dabei war). Zusammen hatten wir auch viel Spaß und es war auch wieder sehr interessant auf so unterschiedliche Charaktere zu treffen.

Diesmal hatten wir auch viele verschiedene Arbeiten, die wir erledigen mussten. Zum Beispiel haben wir wieder soba (Buchweizen) geerntet. Auch mussten wir bei der Ernte von Sesam helfen, aber neue Aufgaben waren zum Beispiel Wurzeln pflanzen und Holz hacken. Eine Besonderheit von vielen war das Herbstfest. Wir mussten beim Aufbau und Abbau helfen und natürlich auch dies und das während des Festes erledigen, aber im Großen und Ganzen konnten wir das Fest genießen. Auf dem Fest wurden örtliche Spezialitäten verkauft. Also eigentlich nur Essen und Trinken.

Am vorletzten Arbeitstag hatten wir dann eine besondere Arbeit. Wir sind mit Kinder wandern gegangen und sollten dabei auf sie aufpassen. Das war recht lustig, hätte es an diesem Tag nicht geregnet und wäre es nicht so kalt gewesen.
Generell kann man sagen, dieses mal spielte das Wetter nicht so mit. Es wurde immer kälter und den ganzen letzten Tag über hat es geregnet. Auch in der Schule wurde es immer kälter und wir hatten nur einen Heißlüfter, den wir dann in unserem Aufenthaltsraum hingestellt haben. Damit herrschte in den restlichen Zimmer sibirische Kälte und im Aufenthaltsraum afrikanische Wärme, aber zum Glück habe ich mich nicht erkältet.

Natürlich hatten wir auch unsere Parties wieder. Diesmal habe ich einen peinlichen Tanz mit den Sitzmatten erklärt bekommen und mir wurde dann auch gesagt, ich solle den meinen Freunden in Deutschland beibringen, aber das muss ich mir erst nochmal überlegen. Diesmal war ich wieder einmal nicht brav. Denn auf der Willkommensfeier gab es wieder ein Gericht, bei den alle meine Umweltschützer empört aufschreien werden. Ich habe eine Bärensuppe gegessen. Ganz genau. Mit Bärenfleisch! Ein Farmer aus der Gegend hatte diesen Bären geschossen und hatte ihn dann serviert. Das war wirklich lecker, diese Suppe!

Sonst gab es nur das übliche zu essen. Pfannkuchen an jedem zweiten Morgen. Reis, Reis und nochmal Reis. Und viele Pilze, die frisch gepflückt wurden aus den umliegenden Wäldern.

An unseren freien Tagen haben wir natürlich die Sehenswürdigkeiten der Umgebung besucht. So waren wir an einem Tag wieder im Samurai-Museum und bei einem Tempel und am anderen Tag sind wir mit einer Schulklasse durch Showa-Mura gelaufen und dabei wurden uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erklärt. Diesmal war im Samuraimuseum auch mehr los und deswegen konnte ich Bogenschießen. Ich habe mich garnicht so schlecht angestellt. Auf dem Bild könnte ihr den Tempel sehen, den wir besucht haben.
An unserem zweiten freien Tag hatten wir dann perfektes Wetter, wie ihr auch auf dem Foto sehen könnt. Wir haben bei diesem kleinen Spaziergang drei Schreine besucht (den Reisschrein seht ihr auf dem Foto), uns wurde die Bauweise der Wohnhäuser erklärt und wir haben in einem Tempel eine kurze Zeit meditiert. Das war ein spannender Tag.

Hier habe ich dann mein zweites spürbares Erdbeben miterlebt. Natürlich sind wir wieder oft in den warmen Quellen gewesen.


Nun das ist erst einmal ein Überblick über mein zweites Workcamp. Fragen sind jeder Zeit erlaubt und erwünscht. Ich selber kann ja nicht wissen, was ihr als wichtig erachtet. Kommentare sind erwünscht. Auch von den noch unbekannten Lesern.

Den nächsten Eintrag gibt es schon in kurzer Zeit. Bis dahin wieder viel Spaß im kalten Europa in eurem Alltag!

Fortsetzung folgt...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hahaha heute bin ich die Erste, die etwas zu deinem Eintrag schreibt^^. Mensch Naddel... Bärensuppe essen? Dass du dich nicht schämst ( sagt die Rattentöterin )^^. Hauptsache du kommst nicht auf den Geschmack und es wird dann zur Gewohnheit xD.

Bist du denn gut mit den kleinen Kindern klar gekommen oder war es auch mal anstrengend?

Ist das Essen in Japan besser als in China? Siehst du auch mal Tiere oder verspeist du die nur :p? Hast du schon Schildkröten in Japan und China gesehen?

Sunny <3